Wir alle kennen das Problem:
Unsere Kinder sollen möglichst unbelastet und frei aufwachsen. Dabei kommt heute insbesondere dem Spielzeug eine entscheidende Rolle zu, da immer mehr Aktivitäten der Kinder durch Spielzeug unterstützt bzw. gefördert werden.
Schon im sehr frühen Alter wenige Tage bzw. Wochen nach der Geburt bekommen die Kinder Spielwaren und Kleidung geschenkt. Nun möchten verantwortungsvolle Eltern natürlich möglichst “gesunde” bzw. schadstofffreie Artikel für ihre Kinder, da gerade Kleinkinder ja bekanntlich alles in den Mund nehmen. Doch wie kommt man nun an das “richtige” Spielzeug? Nicht jedes Spielzeug wird bei Stiftung Warentest oder Öko-Test auf Herz und Nieren getestet.
Dazu wurden von teilweise unabhängigen Stellen sogenannte Qualitätssiegel eingeführt.
Über die wichtigsten möchte ich hier etwas Aufschluß geben:
CE-Kennzeichnung:
Artikel, die auf dem euröpäischen Markt in Umlauf gebracht werden, müssen dieses Siegel tragen und kennzeichnen damit , dass Sie nach den geltenden Sicherheitsrichtlinien hergestellt sind. Da es keine übergeordnete Instanz gibt, die diese Einhaltung überprüft, und die Aufbringung des Siegels durch die Firmen selbst erfolgt, ist es nicht in letzter Konsequenz ein Hinweis für ein gutes Spielzeug. Dennoch – fehlt dieses Siegel, sollte man in jedem Fall die Finger weg lassen!
GS – “Geprüfte Sicherheit”
Dieses Siegel hat schon deutlich mehr Aussagekraft, da die Hersteller hier Ihre Produkte an unabhängige Stellen zur Prüfung übergeben. Die Prüfung erfolgt dabei nicht nur nach europäischen Richtlinien, sondern auch nach den strengeren deutschen!
Zusätzlich zu dem GS-Zeichen sollte dazu aber noch das Siegel der prüfenden Instanz aufgebracht sein wie TÜV oder LGA.
Gibt es hier Fehler bei der Kennzeichnung, deutet dies evtl. auf eine Fälschung hin.
TÜV-Proof
Das TÜV-Proof-Zeichen, welches für zertifiziertes Spielzeug steht, muss immer in Verbindung mit Herstellerangaben und Anweisungen in deutsch angebracht sein. Sollte es hier unregelmäßigkeiten bei der Aufbringung geben, kann es sich auch um eine Fälschung handeln.
Spielgut
Die von der Spielwarenbranche unabhängige Einrichtung “Arbeitsausschuss Kinderspiel + Spielzeug e.V.” vergibt dieses wirklich sehr empfehlenswerte Qualitätssiegel für Spielzeug welches in Kriterien wie Sicherheit, Spielwert, Umweltverträglichkeit, Material und Haltbarkeit überzeugt. In aller Regel handelt es sich um pädagogisch wertvolles Spielzeug.
Lesen Sie hier mehr zu den Prüfkriterien:
http://www.spielgut.de/beurteil.shtml
VDE
Als weiteres freiwilliges Siegel für alle elektrotechnischen Artikel, die auf den Markt gebracht werden, wird es vom “Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.” (VDE) vergeben. Wie beim GS-Zeichen lässt der Hersteller freiwillig eine Prüfung nach den Kriterien des VDE durchführen. Daher ist dieses Siegel auch als hochwertig zu bezeichnen, wenngleich man den Einsatz von elektronischem Spielzeug für Kleinkinder wohl überlegen sollte.
Neben den reinen Prüfsiegeln gibt es aber noch einige andere Dinge, die man beachten sollte bei der Auswahl des richtigen Spielzeugs. So haben die Hersteller sehr häufig Altersangaben auf den Produkten angebracht. Dieser Aufdruck erleichtert die Wahl deutlich, da man immer auch bedacht darauf sein sollte, sein Kind nicht mit dem falschen Spielzeug zu überfordern.
Das privat betriebene Elternportal Spielundzukunft.de bietet eine tolle Übersicht von Altersentsprechendem Spielzeug und viel mehr Hintergundinformationen:
www.spielundzukunft.de
Grundsätzlich kann man sagen, dass man mit Holzspielzeug gegenüber Kunststoffspielzeug immer richtig liegt. Zum einen muss man hier den ökologischen Aspekt sehen, da Holz immer nachwächst wogegen für die Herstellung von Kunststoffen Öl benötigt wird. Zum anderen ist gerade in Asien gefertiges Kunststoffspielzeug in den letzten Monaten immer wieder mit erhöhten Schadstoffwerten aufgefallen. Auch kann die Empfehlung gelten, lieber etwas hochwertigeres, teureres Markenspielzeug zu kaufen, dafür vielleichte etwas weniger, denn auch die Menge des Spielzeugs sollte wohlüberlegt sein.
Das europäische Verbraucherzentrum mit Sitz in Kiel gibt wöchentlich eine Liste mit in Deutschland als gefährlich eingestuften Produkten heraus (nicht nur Spielzeug), die man hier abrufen kann:
www.evz.de
Vielleicht kann ja auch das eine oder andere “fertige Spielzeug” durch einen Gegenstand abgelöst werden, der die Kreativität fördert und vielleicht der Natur entnommen ist?! Das regt nicht nur die Fantasie und Kreativität der Kinder an, sondern tut auch uns als Eltern gut
Zu diesem Thema habe ich nochmal eine kleine Auswahl an Büchern zusammengestellt: